Meine Geschichte

 

 

Hmm wo fange ich da an. Als ich 35 Jahre alt war (heute bin ich 38) hab ich mich mit zwei Ex Arbeitskollegen zum Pizzaessen und Billard spielen verabredet. Es war auch ein wirklich lustiger Abend bis ich irgendwie so ein Gefühl hatte das etwas nicht stimmt. Ich ging nach draußen um eine zu Rauchen und frische Luft zu schnappen. Ich hatte keinen Alkohol getrunken also kann es davon nicht kommen dachte ich mir, das Gefühl war irgendwie wackelig auf den beinen und einfach ein Unwohlsein ohne es genauer beschreiben zu können. Na gut ich verbrachte den Abend ganz normal und ging nach Hause das war an einem Freitag Abend. Das Wochenende war unspektakulär und so ging ich Montag wieder ganz normal zur Arbeit. Aber auch hier am Vormittag ging es mir einfach nicht gut, ich hatte so eine Art Schwindel und der Boden schien irgendwie von mir wegzugehen. Na gut dachte ich mir rufe ich doch mal meinen Arzt an das kann ja sonst was sein. Gesagt getan ging ich zwei Tage später zu meinem Hausarzt. Dieser checkte mich durch und nahm mir Blut ab. Am folgenden Nachmittag rief mich die Praxis an und teilte mir mit das meine Blutwerte in Ordnung sein nur Vitamin B12 sei ein wenig niedrig. Daraufhin habe ich mich gleich im Netz erkundigt ob hier irgendein Zusammenhang besteht. Und tatsächlich ein niedriger bzw. zu niedriger Vitamin B12 Wert kann solche Symptome wie ich sie habe auslösen. Bei meinem nächsten Termin einen Tage drauf bekomm ich dann eine Vitamin B12 spitze mit der Empfehlung diese alle 4 Wochen wieder aufzufrischen. Dazu sollte es aber nicht kommen.

 

Am Montag darauf hab ich mich wieder extrem schlecht Gefühlt und bin früher von der Arbeit nach Hause gegangen. So ca. 5 Minuten bevor ich Zuhause angekommen bin ist es dann das erste mal passiert, eine Panikattacke. Das wusste ich natürlich zu diesem Zeitpunkt nicht und so waren es bis dato glaube ich die schlimmsten 10 Minuten meines Lebens vom Auto zur Haustüre. Zuhause angekommen und total verschwitzt und völlig erschöpft habe ich nur zu meiner Frau gesagt das ich mich hinlegen muss mir geht es gar nicht gut. Naja nach etwa zwei Stunden und permanent nassen Füßen und Händen sowie Kniekehlen wurde es allmählich etwas besser. Jetzt saß ich da und wusste überhaupt nicht was hier gerade passiert ist. Am nächsten Morgen habe ich sofort wieder bei meinem Arzt angerufen und bin bei ihm vorbeigefahren. Er hat sich wieder alles angeschaut auch das Blut nochmal Analysiert und zu mir gesagt „Sie sind Körperlich kerngesund“. Nun das ist ja erstmal eine erfreulich Nachricht aber wo ist den dann mein Problem? Als wir in die Anamnese gingen und das Thema Arbeit zu Sprache kam sagte er mir ich brauche eine Pause seiner Meinung nach. Ich habe das erstmal nicht wirklich ernst genommen da ich ja körperlich seiner aussage nach kerngesund bin. So bin ich weiterhin ohne mich krankschreiben zu lassen wieder in die Arbeit. Das war keine gute Idee.

 

Kaum in der nächsten Woche wieder in der Arbeit angekommen waren alle Symptome wieder sofort da und ich dachte dauernd das ich mich übergeben muss und gleich in Ohnmacht falle. Also wieder nach Hause, Anruf beim Arzt und wieder einen Termin ausgemacht. Am nächsten morgen war es dann so schlimm das ich nicht mehr Autofahren konnte. Meine Frau musste mich mit unseren beiden Kindern zum Arzt fahren. Dort angekommen bin ich schon fast in die Praxis reingefallen, ich wurde auch sofort behandelt ohne Anmeldung oder Wartezimmer. Ich glaube man hat mir angesehen wie es mir ging. Diesmal hat sich mein Arzt einen weiteren Arzt zu rate gezogen und sie haben sie beraten was mir fehlen könnte. Der neu hinzugekommen Arzt hat sofort gesagt „ganz klar Burnout“ und ich dachte nur was? Ich? Burnout? Natürlich kennt das Wort jeder aber man macht sich hier keine Gedanken bis es einen mir der vollen Breitseite erwischt. Nun gut, ich fragt wie es nun weitergehe und der Arzt hat mir sofort Antidepressiva verschrieben. Diese habe ich dann erstmal gegoogelt und bin ziemlich schnell zur der Erkenntnis gekommen das ich dieses Teufelszeug nicht nehmen werde, was ich auch bis heute nicht gemacht habe. Des weiteren hat er mir die Telefonnummer 116117 gegeben mit einem Dringlichkeit Code. Dort habe ich sobald zuhause angekommen gleich angerufen und mir einen Termin bei einem Psychologen geben lassen. Dieser sollte in 2 Wochen stattfinden. Das ist für so einen Termin heutzutage wahrlich schnell. Ich blieb die kompletten 2 Wochen eigentlich nur auf der Couch, ich war zu nichts fähig. Ich konnte nicht Autofahren, sogar der gang zum Supermarkt war mich die reinste Hölle. Ich hatte permanent das Gefühl das Bewusstsein zu verlieren oder einen Herzinfarkt zu bekommen. 

 

Als die zwei Wochen vorbei waren hatte ich abends meinen ersten Termin bei einem Psychologe. Für mich natürlich sehr befremdlich, ich kannte das nur aus Filmen oder Serien. Zur Beruhigung aller Leute kann ich nur sagen das es wirklich exakt so ist wie in den Filmen dargestellt. Nun ja wir sind alles durchgegangen von Kindheit bis heute zu Familienvater usw. Im Endeffekt hat sich herausgestellt das es an meiner Arbeit liegt. Hier wurde mir das erste Mal klargemacht was ein Burnout ist und wie es sich äußert. Nur das Blöde ist das man bis man es hat, die Anzeichen nicht richtig deuten kann. Nun gut nach 6 Sitzungen und immer wieder kehrenden Panikattacken hab ich die Behandlung auf eigenen Wunsch abgebrochen. Meiner Meinung nach war nur die erste Sitzung für mich interessant bzw. hat mir ein wenig die Augen geöffnet. In den weiteren ging es viel um das Biologisch und Nebennieren usw. Es ist zwar ganz nett das mal gehört zu haben aber es half mir einfach nicht in meiner jetzigen Situation. 

 

Auf jeden Fall war ich dann 3 Monate zuhause währenddessen ich sechs mal zum Psychologen ging. In der zeit hab ich mich auf die Suche nach einem neuen Job gemacht, den ich dann auch gefunden habe. Zur Erläuterung, ich habe eine Leitende Position in einem Industrieunternehmen. 

 

Jetzt hatte ich einen neuen Job, ich wusste was Panikattacken sind und hatte mein erstes Burnout. Alles wertvolle Erkenntnisse, aber wie ändere ich diesen Zustand und werde wieder der gleiche wie früher? Und hier beginnt der Weg den wahrscheinlich einige von euch gerade beschreiten. Ich möchte hier klarstellen das ich kein Arzt bin und auch kein Psychologe, ich bin nur jemand der diesen Mist seit 3 Jahren mittlerweile durchmacht und viel Erfahrung gesammelt hat und diese mit euch teilen möchte, um euch Anregungen zu geben wie es vielleicht wieder wird wie früher. Und zu guter Letzt bin ich auch kein Autor, weswegen ich die Geschichte lieber weiter in meinem Podcast erzählen werde.

 

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